Susanne Klatten gilt als reichste Frau Deutschlands. Sie hat 12,5% Anteile am BMW-Konzern. Warum muss eine einzige Person ein so unglaublich großes Vermögen haben? Warum kann der Gesetzgeber keine absolute Vermögensobergrenze einführen? Die Sozialhilfe gilt als unterste Grenze. Diese untere Grenze wird immer weiter nach unten verschoben. So sollen 1.800.000 Bürger überhaupt gar keine Unterstützung mehr beziehen. Also noch nicht einmal die Sozialhilfe. Wenn man Susanne Klatten nach obenhin in ihrem Vermögen limitieren würde – beispielsweise auf maximal 50 Millionen € -, dann könnte man doch einer ganz erheblichen Anzahl von Bürgern, die überhaupt gar kein Geld mehr bekommen, etwas abgeben. Das Ergebnis wäre, dass Susanne Klatten nicht mehr 12,5 Prozent Anteile an BMW hätte, sondern ganz erheblich weniger.
Dienstag, Juli 11, 2006 um 21:19
Neid, Deine Heimat ist Deutschland.
Danke für den erhellenden Beitrag.
Dienstag, Juli 18, 2006 um 14:38
Meudalismus scheint ein richtiger Begriff zu sein, welcher die hetige Gesellschaft beschreibt. Unterschiediche Definitionen und Schlussfolgerungen werden jedoch nicht zu vermeiden sein.
Was die 12,5 % Anteiel an BMW betrifft, so geht es nicht um den Besitz, sondern um die Verfügunggewalt (wer verfügt), die Form der Verfügung (mir welchen Rechten wird verfügt) und deren Inhalte (für was wird das zur Verfügung stehende Geld genutzt).
Dass Vermögen limitiert wird, hat wenig mit dem zu großen Besitz anderer bzw. mangelndem Geld zu tun.
Eine Umverteilung endet irgend wann, und ob die Umverteiler dann weitere Geldquellen finden, bleibt offen.
So einfach ist es nicht: den Reichsten viel nehmen und den Ärmsten mehr geben.
Dienstag, August 29, 2006 um 13:44
Die Sache scheint irgendwie mit Artikel 13 des Grundgesetzes zu tun zu haben. Grundrechte sind das Ergebnis von Erkenntnissen aus der Vergangenheit und sollen ein gedeihliches Miteinander bei gleichzeitiger freier Entfaltung der Persönlichkeit sicherstellen.
Für alle, die darauf nicht so stehen, gibt es natürlich jederzeit die Möglichkeit, sich ein Land mit einer Rechtsordnung zu suchen, die solche Dinge nicht vorsieht.
Frau Klatten würde es umgekehrt sicher so machen.
Montag, September 11, 2006 um 14:46
Allgemeiner Kommentar zu Deinem Blog, den ich heute zum ersten Mal besuche:
Ich denke, es ist wichtig, ein bisschen mehr zu differenzieren. Der hohe Anteil, den die Familie Quandt schon sehr lange an BMW hält, dürfte beispielsweise wesentlich dazu beitragen, dass sich dieses Unternehmen in seiner Unternehmenspolitik – in günstiger Weise – von kurzfristigen Anforderungen eines Kapitalmarktes abkoppelt! Im Gegensatz zu Unternehmen, die sich hauptsächlich in Streubesitz befinden oder wo sich diverse Fonds, Private Equities usw. eingedeckt haben, auf kurzfristige Performance pochen, was dann verbunden ist mit Kostenreduktion durch Personalabbau