Reichsarbeitsdienst – Zwangsarbeit ist populär

Im Internet befindet sich ein Hinweis darauf, dass Wirtschaftsminister Glos möglicherweise den Reichsarbeitsdienst neu erfindet. Natürlich habe ich diese Quelle nicht überprüft, es ist einfach zu widerlich, sich mit Nachrichten aus Deutschland auseinanderzusetzen.

Zwangsarbeit ist verboten – nach den Menschenrechten, im Grunde genommen auch nach dem Grundgesetz, das meiner Meinung nach jedoch nicht weitestgehend genug ist.

Aber wenn ich schonmal bei der Zwangsarbeit bin: Warum wird eigentlich der Zwangszivildienst und der Zwangswehrdienst nicht ersatzlos abgeschafft? Oder warum zahlt man nicht zumindest eine angemessene Vergütung für geleistete Zwangsarbeit, an der das Vaterland doch wohl kaum ein Interesse hat angesichts des Wegfalls eines äußeren Feindes (der kalte Krieg ist schon längst vorbei)? Also man könnte doch zumindest Geld bezahlen, eine Entschädigung, immerhin handelt es sich bei dem Zwangssozialdienst doch umso etwas wie ein Sonderopfer, um eine Enteignung der eigenen Arbeitskraft des jungen deutschen Staatsbürgers.

Zwangsarbeit ist halt wichtig, um den modernen Feudalismus noch weiter zu perfektionieren. Zwangszivildienst, Zwangswehrdienst, Ein-Euro-Zwangsjob, der Zwang ist noch nicht genug, vielleicht gibt es bald wieder den Reichsarbeitsdienst in abgeschwächter Form?

Das ist die Bestimmung der politischen Kaste – den modernen Feudalismus schützen, und dazu ist natürlich die Zwangsarbeit ein wichtiger Baustein.

2 Antworten zu „Reichsarbeitsdienst – Zwangsarbeit ist populär“

  1. bmberlin sagt:

    meudalherr: ich garantiere dir, es wird in einer anderen Verpackung kommen. Ich habe die Variante gehört:
    1. Sozialleistungsempfänger werden temporäre Staatsmitarbeiter
    2. der ( indirekte ) Vertrag sieht vor, dass der Staat eine Gegenleistung fordern kann
    3. wer diesem Vertrag nicht zustimmt oder wer keine Leistung bringt, wird von der Leistungserbringung ausgeschlossen

    Na, wie wär das?

  2. Meudalherr sagt:

    Hallo bmberlin,

    „wer diesem Vertrag nicht zustimmt [...], wird von der Leistungserbringung ausgeschlossen“ – haben wir nicht in Deutschland den Grundsatz der Vertragsfreiheit? Wenn man immer von Freiheit, Wettbewerb und Eigenverantwortung schwatzt, dann sollte man auch die Vertragsfreiheit für jeden deutschen Untertanen gewährleisten wollen. Also auch für Bundesbürger, die in Armut leben. Wenn Freiheit ein Grundsatz ist in unserer Gesellschaft, dann auch bitteschön Freiheit für alle und nicht nur Freiheit für einige wenige.

    Die können sich ihre Verpackung aussuchen wie sie wollen, den Inhalt der jeweiligen Mogelpackung können wir hier im Internet angemessen bewerten.

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