Die Welt vor dem Kollaps: Kauft Silber!

Gerade eben habe ich mal einen Blick in den Monetenguru geworfen. Dort heißt es:

»Im Verlauf von Konjiunkturzyklen gibt immer mehr Reiche und Superreiche, die ihr Geld zur Profitmaximierung immer mehr an verschuldete Arme verleihen, um Zinserträge zu erzielen.«

Dieser Satz enthält eine ganz wesentliche Aussage. Die Reichen verleihen ihr Geld an die Armen, um Zinsen zu bekommen. Wem das noch nicht ganz klar sein sollte, wie das System funktioniert, dem sei die fiktive Geschichte Wie Geld funktioniert zur Lektüre empfohlen.

Also unser Geldsystem hängt mit dem modernen Feudalismus eng zusammen. Einige wenige moderne Feudalherren (die obersten 100, die obersten 1000, die obersten 10.000 – in jedem Fall eine verschwindend kleine Minderheit) sind diejenigen, die das Geld beziehungsweise Geldvermögen besitzen. Auf der anderen Seite gibt es Millionen von Menschen, die nur sehr wenig Geld besitzen, dafür aber häufig Schulden. Und so wird immer weiter umverteilt. Wer Geld hat, kann es verleihen. Wer kein Geld hat, kann Geld bekommen durch Schuldenaufnahme, muss aber Zinsen bezahlen. Die Profiteure der Zinsen sind die modernen Feudalherren.

Es kündigt sich jetzt so langsam an, dass unser gegenwärtiges feudales Herrschaftssystem sich dem Ende neigen könnte. Es könnte sich herausstellen, dass die US-Immobilienkrise als Auslöser des kommenden Zusammenbruchs dienen wird:

»Japan wird – ähnlich wie Deutschland – zu den großen Verlierern gehören.«

Gab es das nicht schon einmal in der Geschichte? Japan und Deutschland als die großen Verlierer. Möglicherweise ist das schon bald wieder erneut der Fall. Diesmal natürlich aus ganz anderen Gründen. Aber auch die normalen US-Bürger könnten Probleme bekommen:

»Das T-Bone-Steak wird erst 70, dann 200, dann 10.000 Dollar kosten – und ein paar Wochen später gibt es gar keines mehr.«

Glücklich, wer selbst eine eigene Rinderfarm hat. In der heutigen Zeit sollte man am besten Bauer werden, egal ob auf dem Gebiet der EU, die möglicherweise von vielen als Diktatur wahrgenommen wird, oder sonstwo auf diesem Planeten. Vielleicht in Paraguay? Letztlich zählen in dieser risikoreichen Zeit tendenziell sowieso nur die Sachwerte.

Aber ich möchte jetzt wieder zum MonetenGuru zurückkommen, den ich am Anfang des Artikels schon mal verlinkt hatte. Er schreibt unter der gleichen Quelle:

»Um ihre Vermögenswerte zu erhalten, sollten Sie in reales, also physisch verfügbares Gold, Silber oder Platin (Münzen oder Barren) investieren. Seit über 5000 Jahren waren Gold, Silber und Platin immer diejenigen Werte, diedie anderen überlebten, wenn alles andere zugrunde ging.«

Diesem Satz ist nichts hinzuzufügen. Für Platin habe ich mich ehrlich gesagt bisher nicht interessiert, ist aber auch egal. Meine Tendenz geht in Richtung auf das Silber. Ein Bekannter von mir hat einige Fotos angefertigt – er hat sich vor einigen Wochen ein wenig mit Silbermünzen eingedeckt. Im folgenden einige Fotos:

10 Silbermünzkapseln, Durchmesser 39 mm, für Maple Leaf
Münzkapseln mit 39 mm Durchmesser

Die Silbermünzen Maple Leaf gehören in ordentliche Münzkapseln. Diese Münzkapseln gibt es im 10er Pack, wie auf dem Foto abgebildet. Der Durchmesser beträgt 39 mm – genau das richtige Format für Maple Leaf. Meiner Ansicht nach die ideale Form, um sein eigenes Vermögen auch in der Krise zu schützen. Warum? So eine Silbermünze hat einen Wert von circa 12,50 EUR. Wenn die Krise kommt, dann kann man mit solch einer Münze vielleicht auch den Arzt bezahlen, vielleicht bekommt man Lebensmittel, und so weiter. Im Augenblick ist es noch üblich, mit Euro zu bezahlen. Aber die Zeiten können sich ganz schnell ändern. Und das bezahlen mit Silbermünzen könnte für eine Übergangszeit ganz interessant sein. Aber mache ich mal weiter mit einigen weiteren Fotos.

Mit Baumwollhandschuhe die Silbermünzen schonen
Baumwollhandschuhe und Münzkapseln

Silber ist relativ weich, man möchte die Silbermünzen nicht beschädigen. Deswegen bietet es sich an, die Silbermünzen mit einfachen Baumwollhandschuhen (gibt es beim Kleinunternehmer bei Ebay zu kaufen) in die Münzkapseln einzupassen.

Maple Leaf wird in Münzkapsel eingepasst
Maple Leaf wird in Münzkapsel eingepasst

Und hier auf dem Foto sieht man, wie die Silbermünze Maple Leaf in eine Münzkapsel eingefügt wird. Sollte der Euro wertlos werden, kann damit bezahlt werden. Der momentane Gegenwert ist wie oben bereits festgestellt 12,50 EUR plus Wert der Münzkapseln (die Münzkapsel ist vielleicht 0,20 € Wert, gibt es ebenfalls beim bekannten Internet-Auktionshaus). Aber wenn die Krise kommt, dann ist das natürlich ein Vielfaches wert, vielleicht 125 EUR, 1250 EUR oder vielleicht sogar 12.500 EUR. Je nachdem, ob wir eine Hyperinflation bekommen werden oder nicht.

Maple Leaf ohne Münzkapsel
Maple Leaf ohne Münzkapsel

Und hier auf dem Foto sieht man eine Maple Leaf Silbermünze, die noch nicht verpackt ist in einer Münzkapsel. Ganz links auf dem Foto sieht man eine Plastikverpackung (genannt »Tube«), in die der Hersteller der Maple Leaf 20 Unzen hinein tut. Also 20 Unzen befinden sich ursprünglich in der Verpackung links oben auf dem Foto. Und damit das Ganze etwas schöner aussieht, werden diese 20 Maple Leaf Silbermünzen einzeln verpackt in die Münzkapseln. Die kann man dann im Freundeskreis ein bisschen herumreichen. Und sich schon einmal ein bisschen auf die Zukunft einstimmen, wenn es wieder heißen wird, dass das Geld nichts mehr wert ist, sondern nur noch der reale Edelmetallwert zählt. Und was könnte da besser sein als Silber? Gold vielleicht, aber Silber ist auch ganz schön Mangelware – ein Münzhändler schreibt am 15. August 2007 in einer E-Mail:

»Neue Bestellungen im Silberbereich – Unzen – Kilobarren – Kookaburras , können erst in 3 Wochen ausgeliefert werden.«

Schön, wenn man sich schon in der Vergangenheit mit ausreichend Silber eingedeckt hat.

11x Maple Leaf Silbermünzen übereinander gestapelt
11x Maple Leaf Silbermünzen übereinander gestapelt

Hier auf dem Foto sind mal 11 Silberunzen aufeinander gestapelt. 1 Unze entspricht übrigens etwa 31,1 g. Da kann sich jeder selber ausrechnen, welch ein Wert auf diesem Bildfoto verkörpert ist. Elfmal 12,50 EUR sind gleich 137,50 EUR. Eine überschaubare Geldsumme, aber in der Krise ist das Silber auf jeden Fall etwas Wert.

Das war jetzt mal ein etwas längerer Artikel. Mein Tipp an alle: Schön aufpassen, Vermögenswerte sichern, Silber kaufen und nicht vergessen:

»Edelmetall-Zertifikate je[d]er Art sind in der derzeitigen Krise der Fainanzmärkte aufs Höchste gefährdet!«

Also das Edelmetall zuhause oder bei engen Verwandten oder sehr guten Freunden einlagern. Wer Zertifikate hat – beispielsweise in Australien (dort kann man Silber kostenlos einlagern, was aufgrund des großen Volumens wirklich interessant ist), der kann sich überlegen, ob er das Silber nicht lieber physisch-real in eigenen Händen halten möchte. Denn wer weiß, wann der moderne globale Feudalismus in sich zusammenfallen wird. Voraussichtlich wird innerhalb der kommenden Jahre der Zusammenbruch stattfinden. Momentan scheint es ja ganz erhebliche Turbulenzen zu geben, vielleicht erholt sich das System für eine Übergangszeit wieder.

Also momentan muss man wahrscheinlich etwa drei Wochen warten, bis man wieder Silber geliefert bekommt vom Händler. Ich rechne mal damit, dass es auch so sein wird. Also meine Empfehlung: Kauft Silber! Wenn ihr Zertifikate über Edelmetalle habt, versucht am besten in reale Werte zu wechseln. Es ist halt immer mit ein bisschen Spekulation verbunden, man weiß nicht ganz genau, wie die Zukunft sein wird. Auf der einen Seite besteht das Risiko, dass man Opfer von Plünderern wird, wenn das Edelmetall im Eigenheim lagert. Auf der anderen Seite sollte man bei einer drohenden Weltwirtschaftskrise lieber den eigenen Verwandten vertrauen und vielleicht nicht so sehr den Banken und sonstigen Vermögensinstitutionen. Man sollte auf realen eigenen Besitz vertrauen, denn die Weltwirtschaftskrise kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

Vielleicht im folgenden noch kurz ein paar abschließende Überlegungen:

- Silbermünzen (egal ob als Bullion-Münze mit einem Gewicht von 31,1 g oder als Kilomünze) sind mit 7% Mehrwertsteuer belegt. Da kann man ruhig beim Händler kaufen, die 7% Mehrwertsteuer sind nicht weiter schlimm.

- Silberbarren kosten 19% Mehrwertsteuer, sollte man vielleicht besser nicht beim Händler kaufen, sondern eher direkt von privat. Dann fällt die Mehrwertsteuer nicht an. Also Silberbarren kann man vielleicht versuchen über Ebay von privat zu ersteigern. Direkt beim Händler sollte man Silberbarren ja nicht kaufen, sondern vom Händler lieber direkt Silbermünzen auch als Kilomünze.

- Es ist eigentlich egal, ob man Münzen als Unzen oder im Kilo kauft – so eine australische Kilomünze sieht auch ganz hübsch aus. Am besten ist sicherlich eine Kombination von Silber-Kilomünze und Silber-Unzen.

- Gold ist natürlich auch super, vor allem lässt es sich sehr gut verstecken wegen des kleineren Volumens, oder man kann es im Falle der eigenen Auswanderung gut mitnehmen. Aber ich finde Silber besser, denn irgendwie empfinde ich Silber als in der Krise recht gut geeignet zur Bezahlung von Alltagsgeschäften.

6 Antworten zu „Die Welt vor dem Kollaps: Kauft Silber!“

  1. Gedankenhabitat » Auf der Goldwaage sagt:

    [...] Wenn ich mich in Gold aufwiegen lassen würde, entspräche das derzeit einem Wert von über einer Million Euro. Wie ich darauf komme? Ich bin gerade am überlegen, mir eventuell ein paar Gold- oder Silbermünzen anzuschaffen. [...]

  2. Offizielle und gefühlte Inflationsrate « Man of the World sagt:

    [...] schauen, wann die nächste Weltwirtschaftskrise kommt. Wer klug ist, der deckt sich umfangreich mit Silber [...]

  3. Frauen gegen Männer aufhetzen « Man of the World sagt:

    [...] Frau ist, sondern von anderen Faktoren (vor allen Dingen Erbschaft, Kapitalbesitz, Aktienbesitz, Silber, Gold, etc.). Ob jemand reich ist oder arm ist, das hängt nicht primär davon ab, ob jemand [...]

  4. Blackstone Group profitiert von Telekom-Kunden « Meudalismus sagt:

    [...] Das ist hier doch keine Spinnerei, oder? Ich kann ganz ohne irgendwelche abstrusen Theorien ganz klar am konkreten Beispiel eine Ursache benennen, warum die Binnennachfrage in Deutschland so schlecht es: Eben weil immer etwas vom erwirtschafteten Vermögen abgezweigt wird, weg von den Taschen des normalen Durchschnittsbürgers hin in die Taschen von Superreichen. Und diese Superreichen geben ihr Geld halt für andere Dinge aus, die kaufen sich beispielsweise mal eine Silbermine. Und warum investieren die in Silber? Weil halt Silber exzellente Chancen hat, ganz enorm an Wert zu steigen. Also man kann sich durchaus an den Superreichen – gemeint sind jetzt der reichste Mann und der drittereichste Mann dieser Welt – ein Vorbild nehmen und in Silber investieren. [...]

  5. Vom Funny Money zum Silbergeld « Man of the World sagt:

    [...] Kanada). Und Sie können immer mal wieder eine oder mehrere Münzen aus dem Silberkistchen nehmen, in eine Münzkapsel einpacken und dem Enkel [...]

  6. Perfides System der Schuldknechtschaft « Meudalismus sagt:

    [...] Sie genügend Euro beisammen haben, dann kaufen Sie sich 25 oder 100 Silbermünzen (zum Beispiel Maple Leaf) – pro Bedarfsgemeinschaft (scheußliches Wort, die Familie wird in der gegenwärtigen [...]

Eine Antwort schreiben

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.