Es ist immer wieder schwierig festzustellen, wie beliebt eine Webpräsenz ist. Selbst der Administrator kann über die tatsächlichen Besucherzahlen häufig nur spekulieren. Bei der Webpräsenz Hartgeld.com gibt es angeblich pro Monat zur Zeit etwa eine Million Zugriffe. Was bedeutet das? Zahl der Seitenaufrufe? Zahl der Besucher? Schwer zu sagen, für den Außenstehenden.
Meine grundsätzliche Formel ist folgendermaßen: Jede Statistik immer durch 10 oder durch 100 teilen, dann kommt man der tatsächlichen Zahl schon sehr viel näher. Also lassen Sie mich mal ein bisschen rechnen: Eine Million Zugriffe pro Monat geteilt durch 30 Tage ist gleich etwa 33.000 Zugriffe am Tag. Wenn man diese 33.000 Zugriffe pro Tag durch 10 teilt, dann ergibt das 3300 Besucher am Tag. Also aus der Zahl der Zugriffe kann man so ganz einfach die Zahl der Besucher berechnen. Um es ausdrücklich zu sagen: Das ist meine Meinung, kann ich nicht beweisen, dass das auch so stimmt. Also ich würde davon ausgehen, dass 3300 verschiedene Leute täglich Hartgeld.com lesen. Von diesen 3300 gibt es sicherlich einige tägliche Leser, manche sind vielleicht auch nur wöchentlich dabei oder halt nur einmalig. Aber das ist meiner Meinung nach eine sehr realistische Zahl – man möge mich korrigieren, sollte ich hier vollkommen falsch liegen. Aber meine Meinung darf ich äußern.
Und was natürlich auch interessant ist, das ist die Zahl der Zuschriften. Wie viele Zuschriften erhält der Administrator von Lesern? Auch hier scheint es relativ häufig Leserzuschriften an Hartgeld.com zu geben. Also auch das spricht für eine hohe Beliebtheit von Hartgeld.com. Natürlich können das immer wieder die gleichen Leute sein, die Zuschriften bringen, aber es können auch unterschiedliche Leute sein – weiß ich nicht.
Was mir aber als äußerst wichtig erscheint, ist nicht so sehr die Zahl der Zugriffe, sondern folgender Hinweis: Man kann davon ausgehen, dass diejenigen Leute, die Hartgeld.com lesen, einfach besser Bescheid wissen (und hoffentlich auch entsprechend handeln). Denn anders als beim Fernsehen gilt beim Internet: Man lässt sich nicht so sehr berieseln, man liest aktiv. Ein Leser im Internet entspricht etwa 10 Fernsehzuschauern. Also wenn Hartgeld.com einen Leser hat, dann bedeutet das, dass dies umgerechnet 10 Fernsehzuschauern (z. B. einer Nachrichtensendung) entspricht. Also die Hebelwirkung ist ganz enorm. Somit entspricht die tatsächliche tägliche Reichweite von Hartgeld.com schätzungsweise etwa 33.000 Fernsehzuschauern. Also das ist vielleicht die „Einschaltquote“ von Hartgeld.com.
Natürlich vergleiche ich hier auch ein bisschen Äpfel mit Birnen – man kann Internet nicht wirklich mit Fernsehen vergleichen (viele Politiker scheinen das Internet für einen Fernseher mit E-Mail-Möglichkeit zu halten). Die Reichweite vom Fernsehen ist zur Zeit halt noch sehr viel stärker – wenn Hartgeld.com noch mehr Leute erreichen würde, wäre vielleicht die kritische Masse für den totalen Kollaps schon erreicht. Denn unser System basiert auf Kredit, lateinisch »credere« – bedeutet glauben, vertrauen. Unser Geldsystem basiert auf Vertrauen. Und ohne Vertrauen ist dieses System nicht aufrechtzuerhalten.
Würde Hartgeld.com noch mehr Leser haben, dann wäre unser System vielleicht schon gekippt. Leider kann man in Deutschland keine kritische Webpräsenz betreiben, ohne vielleicht eine sauteure Abmahnung zu bekommen. Deswegen läuft es auch gerade in Deutschland so extrem krass: Die Masse der Menschen kann die Meinung nicht laut sagen im Internet, nur am Stammtisch, nur im Familienkreis – dort kann man frei reden. Vielleicht auch am Arbeitsplatz (natürlich auch in der Behörde, natürlich auch im öffentlichen Dienst) kann man seine Meinung frei äußern – jedoch nur unter engen Kollegen. Nicht zu laut werden, und schon gar nicht gegenüber der Öffentlichkeit, da muss man aufpassen. Deutschland ist gegenwärtig so eine halbe Diktatur, würde ich sagen. Eine richtige Demokratie sieht anders aus, da darf man als Bürger auch mal öffentlich fundamentale Kritik üben. Das geht nicht in Deutschland – hier wird die Kritik immer in ungefährliche Bahnen gelenkt. Was bringt es, wenn nur am Küchentisch gemault wird, nicht aber in der Öffentlichkeit? Das bringt eigentlich gar nichts. Und die Eliten haben das deutsche Volk noch fest im Griff, hetzen die verschiedenen Gruppen gegeneinander systematisch auf (z.B. Arbeitnehmer gegen Arbeitslose). Da gibt es keine Solidarität. Und es fehlen natürlich auch kritischen Webpräsenzen in Deutschland – aber welcher deutsche Untertan hat schon das nötige Kleingeld, um Äußerungsprozesse im Wert von mehreren 10.000 EUR zu führen? Wohl kaum einer. Auch das dürfte ein Grund sein dafür, dass Hartgeld.com so beliebt ist – diese Webpräsenz kommt aus Österreich, dort gibt es wohl nicht so viele Abmahnungen (vielleicht überhaupt gar keine Abmahnungen, zumindest keine teuren Abmahnungen). Tja, die DDR 2.0 lebt. Die Bundesregierung hat momentan ein leichtes Spiel – Deutschlands Massenmedien sind im Wesentlichen gleichgeschaltet, und die deutschen Staatsbürger können keine kritischen Webpräsenzen betreiben, sofern man nicht den eigenen wirtschaftlichen Untergang (wegen Abmahnungen und Äußerungsprozessen) riskieren möchte. Davon profitiert dann das Ausland – zum Beispiel Hartgeld.com hat halt relativ viele Leser, weil diese kritischen Informationen eben von Deutschland selbst aus nicht wirklich verbreitet werden können. Oder wer könnte sich mit den diversen Banken juristisch anlegen? Werner Rügemer ist ein Autor aus Deutschland, der beispielsweise über die Oppenheim-Bank mal das kritische Buch Der Bankier geschrieben hatte – kaum zu glauben, wie Deutschlands Richter mit der Meinungsfreiheit umgehen – Nix da Meinungsfreiheit, stattdessen umfangreiche Zensur – die DDR gibt es halt mittlerweile in der zweiten Auflage. Also da kann man schon was lernen aus der Angelegenheit Rügemer/Bankier. In Deutschland kann man einfach nichts Negatives über das Bankensystem sagen – Hartgeld.com nutzt diese Lücke, deswegen hat diese Webpräsenz auch so viele Zugriffe. Denn der Zugriff über das Internet auf ausländische Webpräsenzen wird in Deutschland glücklicherweise noch nicht gesperrt (auf die kleinen Ausnahmen möchte ich jetzt nicht eingehen, die spielen hier keine Rolle). Und so kann man sich gemütlich informieren. Wer kein Internet hat (oder wer Internet hat, dieses aber nicht für die Lektüre von Hartgeld.com und ähnlichen Webpräsenzen nutzt), der lebt halt sozusagen im Tal der Ahnungslosen. Die gleichgeschalteten Massenmedien beinhalten zwar auch immer Hinweise, was so los ist. Aber unsere Massenmedien stellen keine Zusammenhänge her, verwirren nur durch einzelne Fakten, lenken immer wieder auf Nebenschauplätze (z.B. BND/Liechtenstein ist ein solcher Nebenschauplatz). Äußerst geschickt, scheinbare Pressefreiheit gibt es in Deutschland, tatsächliche Pressefreiheit sieht jedoch ganz anders aus. Aber das kapiert kaum einer, deswegen läuft es auch so krass in Deutschland. Scheinbar ein Rechtsstaat, scheinbar geht die Macht vom Volke aus (immerhin wird bei den Wahlen korrekt ausgezählt, jede Stimme hat den gleichen Zählwert, schon beim Erfolgswert gibt es Einschränkungen, eine Enthaltung ist auch nicht möglich, direkte Demokratie gibt es grundsätzlich auch nicht in Deutschland, die Massen werden manipuliert, das Bewusstsein wird insbesondere von der Bild-Zeitung vorgegeben). Tatsächlich jedoch wird Deutschland gesteuert von der Elite, insbesondere auch vom Schattenkabinett aus Gütersloh. Also nicht die Bundesregierung hat in Deutschland die Macht, sondern die Bild-Zeitung hält das Volk dumm und das Schattenkabinett aus Gütersloh (Bertelsmann) hat umfangreiche Maßnahmen, um Gesetze nach den eigenen Vorstellungen durchzubringen. Man kann sagen, dass die Politiker sozusagen die Marionetten der Eigentümer der Massenmedien sind. Denn der Springer-Konzern und Bertelsmann haben eine Reichweite von Millionen von Bundesbürgern. Und letztlich sind unsere Medienkonzerne diejenigen, nach deren Pfeife unsere Politiker tanzen müssen. Die Demokratie ist nur eine Fassade, die wahren Herrscher sind die Reichen, insbesondere natürlich die Medienunternehmer. Die Bundesregierung kann einem schon fast Leid tun, aber das bringt nichts, denn den Preis bezahlt das deutsche Volk.
Fazit: Es ist fast wie im Ostblock – wer Bescheid wissen will, der weiß Bescheid. Aber die Masse will gar nicht Bescheid wissen, will dumm bleiben. Aber eine kleine Minderheit ist bestens informiert.
So, jetzt möchte ich noch einige andere Gedanken mitteilen, die sich ebenfalls auf Hartgeld.com beziehen. Mich stört ganz ehrlich gesagt, dass dort immer wieder die Seiten ausgelagert werden – das macht eine direkte Verlinkung etwas schwieriger. Mir wäre lieber, wenn Hartgeld.com die Hyperlinks immer exakt gleich lassen würde, so dass man besser verlinken kann.
Heute am 2. März 2008 gibt es dort den Hinweis:
»Auf jeden Fall ist es „unallocated“, d.h. nicht einem Anleger legal zugewiesen. Damit geht es beim Bank-Konkurs in die Konkursmasse. Finger weg davon.«
Dies ist eine ganz fundamentale Aussage, die man auf jeden Fall verstanden haben muss. Es ist im Grunde genommen der Unterschied zwischen dem schuldrechtlichen Anspruch auf Übereignung von Gold (Gattungsschuld oder Vorratsschuld – was auch immer) und dem dinglichen Eigentum an einem ganz bestimmten Goldbarren (würde der Stückschuld entsprechen). Also sozusagen spielt das »unallocated« im Bereich des Schuldrechts. Ganz anders beim »allocated«: Das spielt gewissermaßen mehr im Sachenrecht.
Vielen deutschen Bundesbürgern fehlt einfach das juristische Grundverständnis für solch fundamental wichtige Dinge wie Investment, Eigentumspflege, Vermögenspflege, Vermögensvorsorge, Altersvorsorge. Man muss sich einfach klarmachen, was auf der juristischen Ebene geschieht. Im einen Fall gibt es lediglich den Anspruch auf Übereignung (wertlos bei der Insolvenz des Schuldners – und wenn der Schuldner eine Bank ist, die insolvent geht, ist der Anspruch auf Goldübereignung schlicht und ergreifend nicht mehr durchsetzbar). Und im anderen Fall geht es um tatsächliches Eigentum – der Investor ist Eigentümer des physischen Goldes – die Bank ist lediglich Besitzer (Fremdbesitzer). Im Falle der Insolvenz der Bank würde der Investor nach wie vor als Eigentümer behandelt werden.
Das sind so ganz kleine und feine Unterschiede, die man schon verstehen sollte. Wem das nicht klar ist, der muss halt mal in der Wikipedia in der Kategorie Schuldrecht oder auch in der Kategorie Sachenrecht die entsprechenden juristischen Fachbegriffe nachlesen. Was ist eine Forderung (im juristischen Sinn)? Was ist Eigentum? Was ist Besitz? Wie unterscheiden sich diese Begriffe?
Dummheit arbeitet – Intelligenz verwaltet das eigene Vermögen. Vermögensverwaltung ist natürlich auch eine Menge Arbeit, aber eben keine fremdbestimmte Arbeit, keine Arbeit für einen Superreichen, sondern Arbeit für sich selbst beziehungsweise die eigene Familie.
Wenn das System kollabiert, sollte man sich natürlich auch nicht nur auf seine Position als Eigentümer verlassen. Am besten man ist zusätzlich auch noch unmittelbarer Eigenbesitzer des Goldbarrens (oder zumindest von ein paar Silbermünzen, immer noch besser als gar kein Edelmetall). Denn bei einer Hyperinflation und Weltwirtschaftskrise darf man nicht darauf vertrauen, dass sich das Politbüro in Brüssel oder das Regime in Berlin an Recht und Gesetz halten werden. Der Rechtsstaat (wie wir ihn in der heutigen Zeit kennen) ist im Zweifel dann nichts mehr Wert – das Eigentum könnte angetastet werden. Dazu muss es nicht unbedingt zu einem Goldverbot kommen – eine ganz einfache Beschlagnahme würde schon genügen. Und der Politikerkaste in Berlin fehlt einfach der Respekt vor dem Recht – das merkt man an verschiedenen Maßnahmen wie zum Beispiel Hartz IV, BND/Liechtenstein, Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner. Die Unterschicht ist schon geschlachtet, jetzt ist die Mittelschicht in Deutschland an der Reihe, die kann noch finanziell geschächtet werden. Da muss auch mal ein Zumwinkel als Bauernopfer gebracht werden – das Volk muss unterhalten werden. Es ist ein bisschen wie im antiken Rom – dort gab es die Gladiatorenkämpfe. Heute wird halt mal ein Manager dem Publikum der Massenmedien »zum Fraß« vorgeworfen. Schon eine widerliche Vorgehensweise, aber so funktioniert das System. Ab und zu mal muss einer aus den eigenen Reihen geopfert werden – diesmal war Zumwinkel dran. Die Disziplin ist halt ganz wichtig bei der Elite. Wenn ein kleiner Bürger mault, halb so schlimm. Das macht nichts. Aber wehe, wenn eine Führungskraft ausschert – dann werden die Daumenschrauben angezogen. Was genau im Hintergrund los war, weiß ich nicht – aber es wird schon einen Grund haben, warum auf eine solch widerlich Art und Weise gegen Zumwinkel vorgegangen ist. Und ich bin sicherlich kein Freund von Zumwinkel – gehe aber von seiner Unschuld aus, solange keine rechtskräftige Verurteilung vorliegt. Und er ist mit Sicherheit noch ein relativ kleiner Fisch, denn er war lediglich Manager. Aber über die Eigentümer – darüber möchte man nicht so gerne sprechen in der gegenwärtigen Pseudo-Demokratie.
Wie kann man seine Mitmenschen informieren über den bevorstehenden Kollaps unseres Finanzsystems? Die Antwort gibt es hier (PDF).
Ach ja, wenn diese ganze Statistik Sache zu Hartgeld.com noch interessiert – gerade habe ich noch eine Leserzuschrift vom 2. März 2008 entdeckt. Dort wird auch noch mal genauer nachgerechnet.
Und was ich auch irgendwann mal gerne machen würde, was mir gerade so einfällt, ist das folgende: Man müsste mal die Liste der reichsten Deutschen betrachten und sich überlegen, was denn das Vermögen der beiden Aldi-Brüder umgerechnet in Goldbarren wäre. Ich gehe bei meiner Berechnung jetzt davon aus, dass eine Unze Gold einen Wert von momentan etwa 974 US-Dollar hat.
Also das Vermögen von Karl Albrecht (Aldi Süd) soll einen Wert von 20 Milliarden US-Dollar haben. Wenn die Gold Unze 974 US-Dollar kostet, dann würde das bedeuten, dass der Wert seines Vermögens folgendermaßen zu berechnen wäre:
20.000.000.000 ÷ 974 = 20.533.880 Unzen Gold (gerundet)
Das ist doch eine ganz beachtliche Zahl – mehr als 20 Millionen Unzen Gold beträgt der Wert des Vermögens des reichsten Deutschen Karl Albrecht. Kein Wunder – wann waren Sie das letzte Mal bei Aldi einkaufen? Letzte Woche? Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass Sie bereits im Jahr 2008 schon mal das Vermögen eines der beiden Aldi-Brüder gemehrt haben, indem sie dort eingekauft haben.
Ist das gerecht, wenn ein einziger deutscher Staatsbürger ein Vermögen hat, das dem Wert von mehr als 20 Millionen Unzen Gold entspricht? Wie viele Goldunzen können Sie sich leisten, wenn Sie Ihren Bausparvertrag kündigen würden, alle überflüssigen Ausgaben kürzen würden? Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit dem Schlagwort »Neiddebatte« (die Springer-Presse hat es heraus, die Leute immer wieder vom wesentlichen Problem abzulenken – es ist fast wie in der Sowjetunion, halt nur nicht kommunistisch, sondern meudalistisch). 20 Millionen Unzen Gold – das ist schon eine ganze Menge für eine einzige Person. Muss das sein? Wie viele Unzen Gold kann sich jemand aus der Mittelschicht leisten? Man sollte mal einzeln nachrechnen, welchen Wert das Vermögen der 100 reichsten Deutschen einzeln und insgesamt in Goldunzen umfasst. Immerhin, Karl Albrecht ist in Goldunzen gerechnet lediglich Multimillionär. In Papiergeld gerechnet ist er Multimilliardär.
So, das waren jetzt so einige Gedanken zum heutigen Sonntag. Das Thema »moderner Feudalismus« muss immer wieder angeprangert werden. Die Webpräsenz Hartgeld.com enthält meiner Meinung vollkommen korrekte Hinweise, wie man sich vor dem Kollaps verhalten sollte. Und ich vertrete die Auffassung, dass die ungleiche Vermögensverteilung die Hauptursache für den kommenden Kollaps ist. Denn diese ungleiche Vermögensverteilung (in Deutschland, in den USA, weltweit) hat dazu geführt, dass zahlreiche Nationalstaaten und viele Privatpersonen (aus der Unterschicht, aus der Mittelschicht) sich verschuldet haben, den Weg in die Schuldknechtschaft gegangen sind. Aber wo ein Schuldknecht, da muss es auch einen Anspruchsherrn geben. Denn einer Schuld steht immer der Anspruch gegenüber. Und einem Knecht steht der Herr gegenüber. Das darf man nicht vergessen. Denn an irgendwen sind ja die ganzen Schulden zu bezahlen. Nur über die Gläubiger – über die schweigt man, denn das ganze System verschleiert die verschiedenen Leistungsbeziehungen, die Schuldverkettungen. Lesen Sie mal ein Lehrbuch zum Schuldrecht oder auch zum Bereicherungsrecht. Eignen Sie sich mal ein paar juristische Grundbegriffe an (sofern noch nicht geschehen), dann verstehen Sie die Welt etwas besser. Unser gesamtes Wirtschaftssystem basiert auf Schulden. Und das sollte man auch mal auf der juristischen Ebene begreifen, was das eigentlich für ein Kartenhaus ist, unser ganzes System. Schnell kann dieses Kartenhaus in sich zusammenfallen.
Deswegen: Raus aus dem Schuldsystem, rein in die Sachwerte.
Sonntag, März 2, 2008 um 20:00
Die Finanzkrise wird wohl einige weitere Opfer fordern – davon geht US-Notenbankchef Bernanke aus: Einige Banken würden wohl bankrott gehen. Insgesamt dümpelt die Wirtschaft der USA nur noch vor sich hin – im vierten Quartal 2007 kam das Wachstum fast zum Erliegen. Nun werden auch in Deutschland Stimmen laut die plötzlich eine reale Gefahr sehen:
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat angesichts der Finanzkrise einen globalen Sachverständigenrat zur Begutachtung der Finanzmärkte vorgeschlagen. Bei Übertreibungen im Markt müssten die Entwicklungen aus größerer Distanz betrachtet werden.
Das sagte Ackermann dem Magazin „Der Spiegel“ in einem an diesem Sonnabend vorab veröffentlichten Interview. „Deshalb schlage ich vor, über ein neues Gremium nachzudenken, eine Gruppe weiser Männer und Frauen, die etwa im Rahmen des Internationalen Währungsfonds die Entwicklung an den Finanzmärkten beobachten und bei Gefahr im Verzug Alarm schlagen..