Mal wieder Hetze gegen die Rentner
Am 10. März 2008 befindet sich bei hartgeld.com folgende Meinung:
»Sorry, die Jungen werden nicht endlos zahlen.«
Worum geht es? Es gibt einen Artikel in der Welt.de, in dem es um den Gegensatz zwischen der jungen Generation und den Rentnern geht. Natürlich habe ich diesen Artikel nicht gelesen, vielleicht sind die Leserkommentare bei der Welt.de ganz interessant. Aber auch das spare ich mir, denn ich gehe davon aus, dass die meisten das Problem moderner Feudalismus zwar schon im persönlichen Umfeld spüren, aber noch gar nicht als Problem erkannt haben. Man könnte sozusagen sagen: Viele Bürger leiden bereits heute am modernen Feudalismus, verfügen über wenig Einkommen, haben relativ wenig Vermögen, aber sie erkennen die Ursache nicht.
Welchen Zweck haben solche Artikel bei Welt.de? Die Antwort ist wieder mal ganz einfach: Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufhetzen. Hier konkret der Gegensatz zwischen Jung und Alt. Natürlich geht es den Rentnern statistisch gesehen häufig etwas besser als der jüngeren Generation. Aber die heutigen Rentner haben ihr Leben lang häufig gearbeitet - und es ist ganz normal, dass man irgendwann auch mal Rente bekommt. Und wie ist es mit der jüngeren Generation heute? Da gibt es den Ausdruck »Generation Praktikum«. Also in der jüngeren Generation gibt es häufig richtige Armut, erst Zwangszivildienst, dann vielleicht BWL-Studium im Kinosaal (wer will solche Leute einstellen?), dann ein bisschen Praktika bei diversen Werbeagenturen, dann irgendwann der menschenrechtswidrige Zwangsdienst als 1-Euro-Jobber.
Also die Situation bei der jungen Generation in Deutschland ist echt sehr häufig sehr mies. Den Rentnern dagegen geht es häufig relativ gut, die können in Urlaub fahren, die können in der eigenen Immobilie wohnen, und zwar häufig mehrere jahrzehntelang.
Also es sieht so aus, als ob die heutige Rentnergeneration auf Kosten der jüngeren Generation leben würde. Aber man darf nicht vergessen: Der Gegensatz Jung-Alt wird ganz gezielt durch die gleichgeschaltete Presse verbreitet. Es gilt der Grundsatz »Teile und herrsche«. Das Volk muss sich am besten gegenseitig zerfleischen. Die Rentner müssen Angst bekommen, dass die jüngeren nicht mehr ihre Rente bezahlen wollen. Und die junge Generation muss neidisch werden auf die Generation der Rentner, der es häufig recht gut geht. Beispielsweise steigt die Kinderarmut in Deutschland sehr viel schneller an als die Altersarmut.
Die Teilung des deutschen Volkes, das ist es, was systematisch durch die gleichgeschaltete Presse erreicht wird. Da gab es die Teilung in Ost und West durch den eisernen Vorhang. Diese Teilung ist mittlerweile entfallen. Aber es werden weitere Fronten im Volk aufgebaut. So muss es eine Teilung zwischen Jung und Alt geben. Die junge Generation wird schneller enteignet als die alte Generation. Oder genauer gesagt: Die junge Generation wird von der Vermögensbildung abgehalten. Und es sieht dann so aus, als ob die alte Generation »auf Kosten« der jungen Generation lebt. Das ist aber eine Verzerrung der Realität. In Wahrheit leben die Superreichen auf Kosten der alten und der jungen Generation gemeinsam. Es ist lediglich so, dass die Superreichen halt etwas stärker auf Kosten der jungen Generation und etwas weniger stark auf Kosten der alten Generation leben und herrschen.
Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte. Wenn Jung und Alt sich streiten, dann können die Superreichen sich freuen.
Und warum ändert sich nichts? Es ist halt wie im Sozialismus. Die Bild-Zeitung, die Springer-Presse, Bertelsmann, die Medienkonzerne befinden sich fest in der Hand der Superreichen (ganz nach unten scrollen):
»Sethe hat vor 40 Jahren noch von zweihundert reichen Leuten geschrieben, inzwischen ist allenfalls noch ein gutes Dutzend reicher Leute übrig geblieben, die die Pressefreiheit ausüben können. Und diese reichen Leute verteidigen ihre ökonomischen Interesse mit aller geballten und konzentrierten Meinungsmacht, die sie haben.«
Die Superreichen steuern das öffentliche Bewusstsein, manipulieren die Meinungsbildung bei vielen Bürgern. Die Bürger werden sozusagen ferngesteuert, werden richtig zugemüllt mit vielen kleinen Informationshäppchen. Aber viele Bürger sehen die Zusammenhänge nicht, oder vielleicht sollte man sagen: Viele Bürger sehen die Zusammenhänge noch nicht, aber einige wenige beginnen bereits zu begreifen.
Die ausgebeutete und finanziell geschächtete Bevölkerung in Deutschland muss sich mal so langsam zusammentun. Rentner und Generation Praktikum müssen gemeinsam auftreten. Und genau hier liegt ein ganz entscheidendes Versäumnis der heutigen Rentner-Generation: Die Rentner-Generation müsste sich aktiv für die Interessen der Generation Praktikum einsetzen. Das wird jedoch nahezu vollständig unterlassen.
Mittwoch, März 12, 2008 um 15:55
Praktikantensuche erfolgreich - So kann es gehen!
Ja, ja, Praktika, die sind wirklich so eine Sache für sich! Einige “wissbegierige” und interessierte Nachwuchsdesigner oder auch Nachwuchs-BWL´er absolvieren ihr Praktikum neben dem Studium und andere machen es, um neue Erfahrungen zu…
Freitag, März 14, 2008 um 09:54
[...] machen es, um neue Erfahrungen zu sammeln und Kenntnisse für die baldige Ausbildung mitzunehmen. Man spricht ja schon davon, dass wir die "Generation Praktikum" seien…Der Rohstoff [...]